Werbung in eigener Sache: Grüner Treff
von Philipp Matern
Du fühlst Dich so grün und interessierst Dich für Politik? Du hast Dir schon mal eine Parteiveranstaltung angesehen, fandest das aber furchtbar unpersönlich? Du willst mehr über die Grünen in Münster herausfinden und fragst Dich, wen du ansprechen kannst? Du möchtest Dich engagieren und Verantwortung übernehmen, weißt aber nicht, wie einsteigen? Du bist vielleicht sogar Grüne/r aber kennst noch nicht so viele Leute? Du warst schon länger nicht mehr dabei und möchtest wieder einsteigen? Dann komm doch zum Grünen Treff. Ein mal im Monat treffen wir uns (zur Zeit im Cafe Prütt) um 19 Uhr zum Quatschen / Diskutieren / Kennen lernen / Pläne schmieden. Sei dabei! Nächstes mal ist übrigens morgen (Mittwoch 1. Juni).
Die neusten Termine finden sich immer unter www.gruene-muenster.de!
Gegen die Welt, gegen den Strich
Es ist ja schon lustig.
Als hätte die CDU nichts aus ihren merkwürdigen Angstkampagnen zur Landtagswahl in NRW (klick) nichts gelernt, so versucht sie ihr Glück nun mit Antikampagnen gegen die Grünen, ihre neuen Erzfeinde. Auf der Homepage http://www.die-dagegen-partei.de/ prangern sie an, die Grünen seien überall in Deutschland gegen alles. Auf einer Landkarte kann man dann lustige kleine Bildchen anklicken. So sind die Grünen in NRW zum Beispiel gegen das Kohlekraftwerk Neurath. Das sollte sich für alle Grünen-WählerInnen mehr als logisch anhören; Die Grünen sind gegen ein Kohlekraftwerk, weil es eben massenhaft Klimaschädliches CO2 ausstößt. Stattdessen, und das verschweigt die CDU, haben die Grünen in ihrer Regierungszeit im Bund massiv den Ausbau der Erneuerbaren Energien gefördert und somit die Bahn für eine saubere, Klimafreundlichere Stromzukunft frei zumindest einigermaßen gemacht (Die durch die Laufzeitverlängerungen und den Subventionskürzungen für Photovoltaikanlagen von der CDU wieder blockiert wurde).
Wenn man nun mit der Maus weiter in den Norden, nach Mecklenburg-Vorpommern geht und auf der interaktiven Karte auf den kleinen Trecker klickt, erfährt man, dass die Grünen gegen den Anbau der Gen-Kartoffel Amflora sind. Verschwiegen wird allerdings, dass eben diese Kartoffel auch an Tiere verfüttert werden soll. So könnte die manipulierte Kartoffel indirekt in dem Fleisch oder den Eiern, die wir essen, enthalten sein.
Jeder Mensch, der logisch denken kann, wird merken, dass jede Partei eine Dagegen-Partei ist, da es für jedes Projekt ein Für und Wider gibt. So ist die CDU zum Beispiel gegen die Gleichstellung der Homo-Ehe, gegen Chancengleichheit im Bildungssystem (Studiengebühren, Mehrgliedriges Schulsystem), gegen ein gerechtes, solidarisches Gesundheitssystem, gegen ein kostenloses Schulessen, gegen stärkere Verbraucherschutzauflagen, gegen eine Geschwindigkeitsbegrenzung auf deutschen Autobahnen, dagegen, dagegen, dagegen.
Bei einem Blick auf die Nicht-Dagegen-Heiland-Homepage der CDU (http://www.cdu.de/), sucht man auf den ersten Blick vergeblich nach Inhalten, sofort ins Auge springen jedoch verschiedene Meldungen von Generalsekretär Gröhe und Bundeskanzlerin Angela Merkel, sowie ein Link zur CDU-facebook, youtube und twitter-Seite. Auch in den Hauptmeldungen sucht man vergeblich nach christlich-demokratischen Inhalten, stattdessen springen Schlagzeilen wie „Gröhe: Wo die CDU regiert, geht es den Menschen besser“, „Gröhe: Bei der SPD schreitet der Rückschritt fort“, „Linkspartei hat gespaltenes Verhältnis zur Demokratie“, „Gröhe: Die Grünen sind die Dagegen-Partei“, „Alhaus: Die CDU hat die besseren Antworten für die Stadt“, „Bundeskanzlerin Angela Merkel empfängt Sternsinger“, und so weiter.
Nur Inhalte, egal ob dagegen oder dafür, sieht man nicht. Dann doch lieber die Dagegen-Partei, die auf ihrer Homepage (http://www.gruene.de/) kurz und knapp ihre Ziele formuliert, dazu Verlinkungen auf ausführliche Texte und Begründungen. Dann doch lieber Dagegen.
Mittlerweile hat die CDU sogar Münster mit einbezogen. Auf der Dagegen-Partei-Homepage wird nun auch der FMO thematisiert, als Quelle fürs Dagegensein werden die Grünen/GAL Münster angegeben.
(Johannes)
Die deutsche Integrationsdebatte in der New York Times
von Philipp Matern
wer sich wie ich schon manchmal fragte, wie eigentlich die derzeitige Integrationsdebatte im Ausland aufgenommen wird, für den ist vielleicht der folgende Artikel aus der New York Times recht interessant, der einmal die Sichtweise selbst nach den Ansprüchen von Horst-Seehofer-Fans bestens integrierten Deutschen mit Migrationsbiographie auf den Stand der Dinge beleuchtet:
http://www.nytimes.com/2010/10/18/world/europe/18germany.html?pagewanted=1&_r=3
Endlagern auf sächsisch…
wie 951 deutsche Brennstäbe in Russland verschwinden sollen
von Philipp Matern
Am vergangenen Donnerstag (23. September) erteilte das Bundesamt für Strahlenschutz die Genehmigung, 951 in der DDR-Atomforschungseinrichtung Rossendorf benutzte und zwischenzeitlich in Ahaus zwischen gelagerte Brennstäbe nach Majak in Russland zu transportieren. Diese Brennelemente wurden 2005 nach Ahaus verbracht denn damals hieß es, dass Ahaus ein sicheres Lager für diesen Atommüll sei. Nun lässt das Bundesamt für Strahlenschutz plötzlich verlauten, es handele sich um sehr gefährlichen, im Prinzip kernwaffenfähigen Atommüll. Auffällig ist zudem, wie schnell die Genehmigung für den Transport erteilt wurde, die die sächsische Landesregierung erst am 21. Juli beantragt hat.
Hinweis: Hafenforum am 30. September 2010
von Philipp Matern
Nachdem die Stadt Münster in der Vergangenheit (mensch denke da zum Beispiel an die Musikhalle) manchmal zu spät auf den abweichenden Willen der BürgerInnen und Bürger reagiert hat soll bei den anstehenden Veränderungen rund um das Hafenviertel nun alles besser werden. Daher lädt die Stadtverwaltung Münster, hier das Amt für Stadtentwicklung, Stadtplanung, Verkehrsplanung, alle betroffenen und interessierten Bürger ab 17.30 in die Mehrzweckhalle der Stadtwerke Münster ein um sich zu informieren und zu diskutieren. Wir sind sehr gespannt auf die Ergebnisse und meinen allerdings, dass eine solche Veranstaltung nur dann Sinn macht, wenn auch wirklich genügend Zeit zur Diskussion geboten wird und wenn auch wirklich über alles relevante rund um die Entwicklung des Hafenviertels informiert und nichts ausgeklammert wird.
Das Programm vorab: http://www.kaktus-muenster.de/download/hafenforumprogramm.pdf
Link zum Informationsangebot der Stadtverwaltung zum Hafenforum: http://www.muenster.de/stadt/stadtplanung/hafenforum.html
Die Grüne Jugend in Spiegel TV
von Philipp Matern
Jan Fleischhauer, von vielen jetzt als „rechter Michael Moore“ bezeichneter Spiegel-Journalist (nebenbei: Ist das jetzt eigentlich eine Beleidigung? So aus rein qualitätsjournalistischer Sicht? Recherche, Quellenwahl und so? Außerdem ist Michael Moore doch gar nicht links? Müsste es nicht vielleicht besser „schlanker Michael Moore mit randloser Brille ohne Mütze und die Frisur erinnert mich an… nein, das schreibe ich jetzt lieber nicht“ heißen?) hat ja aus seinem Buch „Unter Linken“ nun einen Spiegel TV Beitrag zusammen gedreht und sich damit wohlwollende Publicity in der Springer-Presse und ein paar schöne Talkshow-Auftritte verdient.
Er hat aber auch die Grüne Jugend auf ihrem Bundeskongress in Göttingen besucht und das Ergebnis soll an dieser Stelle natürlich nicht vorenthalten werden. Nicht erschrecken, Otto Schily und Gerd Schröder werden anfangs ebenfalls als „Linke“ dargestellt. Otto war in seiner Jugend nämlich mal versehentlich bei den Grünen und Gerd hat sich schon mal für ein Arbeiterkind eingesetzt: Für sich selbst nämlich. Irgendwann war er dann Kanzler und heute ist sein einziges Ziel, mehr Geld zu verdienen als Joschka Fischer. Im Moment liegt Fischer allerdings klar vorne…
Witzig übrigens, wie Fleischhauer zum Schluss Panik bei der Emma-Redakteurin auslöst, in dem er auch noch die Transgender-Leute in die Diskussion einbringt…
- Wer die ganze Doku sehen will, der schaue hier: http://www.scienceblogs.de/primaklima/2010/09/unter-linken-die-links.php
- Eine schöne Kritik dazu findet sich hier: http://www.freitag.de/kultur/1038-unter-journalisten
- Die Titanic zum Thema Fleischhauer: http://www.titanic-magazin.de/hk_0909.html?&tx_kharticlepages_pi1[page]=3&cHash=e3f00fb9f25721816321e808592e50a
Links via bildblog.de
Hinweis: Nachttanzdemo Münster am 2. Oktober 2010
von Philipp Matern
Am2. Oktober findet in Münster eine Nachtdemonstration gegen die von den Organisatoren als sozial ungerecht empfundenen Etatpläne der Stadtverwaltung und gegen die Umbaupläne am Hafen (Stichwort Gentrifizierung). OrganisatorInnen sind die Antifaschistische Linke, die F24 und die Basisgewerkschaft FAU = Freie Arbeiterinnen und Arbeiter Union. Sie rufen dazu auf, sich mit kreativen Ideen zu beteiligen. Das Projekt hat auch eine eigene Homepage: http://www.nachttanzdemo.de.ms . Die Demo hat eigenes Mobilisierungsmaterial (Flyer, Plakate und Aufkleber), die bei den OrganisatorInnen unter nachttanzdemo-muenster at riseup.net bestellt werden können. Auf der Homepage wird neben Aufruf und Pressemitteilung auch einiges an Text zur Idee publiziert. Zudem wurde ein Twitter-Account eingerichtet ( www.twitter.com/nachttanzdemo ) über den bisher allerdings noch nicht eben viel gezwitschert wurde…
Zum Demoaufruf: http://nachttanzdemomuenster.blogsport.de/aufruf/
Wie war das nochmal mit der Erhaltung des Volkslieds, Herr Rüttgers?
Fremdschämen die-was-weiß-ichste
(Johannes)
Pro NRW- und NPD-Demos am Wochenende
Ein großes Bündnis aus lokalen und regionalen Gruppen, Gewerkschaften und Parteien lä
dt deshalb zu verschiedenen Veranstaltungen ein, um gegen Islamophobie und Fremdenfeindlichkeit ein Zeichen zu setzen.
Das Programm:
Samstag
9.00 Uhr Gegenkundgebung Duisburg HBF/Reisebusbahhof
Die NPD macht ab 11.00 Uhr eine Kundgebung vor dem HBF unter dem Motto: »Der kulturellen, ethnischen und religiösen Überfremdung unserer Heimat entgegentreten – Keine islamische Machtsymbolik in unseren Städten und Gemeinden!«
Ab 14.00 Uhr Kundgebungen an allen markierten Punkten & Fest am
Elisenhof in Marxloh
Ab 15.00 Uhr Demonstration gegen die Aufmärsche von NPD und PRO NRW
in Marxloh, August-Bebel-Platz
Sonntag
Blockade in Marxloh
Die genauen Orten und weitere Informationen auf marxloher-buendnis.de oder duisburgquer.blogsport.de
(Fabian)
Bundestag soll über Residenzpflicht sprechen!
Ist Deutschland ein freies Land? Leider lässt sich die Frage nur mit einem „Jein“ beantworten, denn momentan gelten elementare Freiheitsrechte nicht für alle Menschen – und besonders hart trifft es anerkannte AsylbewerberInnen. Diese dürfen laut dem Asylverfahrensgesetz ihren Landkreis nicht verlassen. Wer also beispielsweise in Havixbeck (Kreis Coesfeld) wohnt, darf nicht nach Münster fahren. Das nennt man Residenzpflicht, man könnte es aber auch unfair, unmenschlich oder sinnlose Einschränkung von Freiheitsrechten nennen.
Zum Glück läuft gerade eine Petition vor dem Deutschen Bundestag, damit die Abgeordneten sich mit dem Thema befassen und hoffentlich Änderungen erwirken. Dazu sind aber in den nächsten Wochen 50.000 Unterschriften notwendig. Deshalb heißt es: schnell (online) unterschreiben und vielen Menschen von der Petition erzählen!
(Fabian)
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