Twittern für Kakteen
Juli 7, 2008
von oko
Neulich kam ja bei einer Umfrage hier im Blog heraus, dass kaum einer Twitter kennt, geschweige denn nutzt. Das finde ich Schade, denn ich halte das für einen echt sinnvollen Dienst.
Was ist Twitter?
Twitter ist quasi ein Blog-Dienst im Mini-Format. Man meldet sich an und schon kann man der Welt/dem Netz mitteilen, was man ihm mitteilen will. Das muss gar nichts Wichtiges sein: Vielleicht ein Link auf einen tollen Artikel in der taz, vielleicht ein aktuelles Wahlergebnis von der Buko, vielleicht ein spontaner Anfall von guter Laune – egal… Auf 140 Zeichen passt halt ein Gedanke.
Und wer liest das?
Theoretisch kann das jeder lesen. So wie dieses Blog oder unsere Kaktus-Homepage. Praktisch schauen natürlich nur Leute drauf, die ein Interesse an Dir haben. So wie auf unser Blog hauptsächlich Leute gucken, die von seiner Existenz wissen. Wer also z.B. Interesse an meinen Gedanken hat, der schaut halt auf meiner Twitter-Seite vorbei. Oder er abonniert meine getwitterten Sachen (natürlich umsonst. Im Twitter-Sprech „followed“ er mir).
Aha. Und das bringt’s?
Na klar. So „follow“ ich z.B. einigen Leuten, die ich gar nicht kenne, deren Blogs ich aber gern lese. Auf meiner Twitterseite erscheinen dann all ihre getwitterten Sachen, Links etc. Da die Leute viel öfter twittern als zu bloggen, bekomme ich quasi in Echtzeit mit, was die gerade ins Netz stellen. Über eine Antwort-Funktion kann ich auch leicht mit ihnen kommunizieren.
Ahso. Kann Twitter denn nicht mehr?
Doch. So kann man sich über Twitter kostenlos SMS schicken. Das geht so: Immer wenn mein Bruder Tim mir etwas twittert, erhalte ich diese Nachricht kostenlos auf mein Handy. Ihn kostet das auch nichts. Es sei denn, Du möchte unbedingt per SMS twittern, dann kostet die Nachricht Dich eine Auslands-SMS, weil das über England läuft.
Aus Kostengründen hat Twitter das SMS-System in Deutschland erstmal gestoppt, Schade.
Fazit: Gerade für Leute, die kein eigenes Blog haben ist Twitter ideal.
p.S.: Für diese Werbezeilen habe ich übrigens nüscht bekommen, Twitter gehört auch (noch) keiner großen Firma a la Google.
Entry Filed under: Unpolitisch. Schlagworte: Tedchnik, Twitter.
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1. Philipp Matern | Juli 8, 2008 at 0:23
Ideal, wenn einem die Ideen ausgehen wie man noch mehr Zeit im Internet vertrödeln kann. Stelle ich gerade fest. Übrigens ist auch twitter unter datenschutzrechtlicher Betrachtung ein paar Gedanken wert, da mensch unter vorsichtigem Vorgehen (anonymisierte Emailadresse und Name) wenig, schnell aber auch unfreiwillig viel über sich Preis geben kann…