Frau Nelles, ziehen sie den Strafantrag zurück!
November 11, 2009

- Image by gedankenstuecke via Flickr
Wie bekannt ist haben Studierende in der letzten Woche den Audimax der Uni Münster besetzt um für bessere Studienbedingungen zu demonstrieren. Leider hat Frau Nelles, die für ihren Missbrauch der Polizei in Sachen Hausrecht berühmt-berüchtigte Rektorin der Universität selbige bereits am 6.11. ohne größere Vorankündigung räumen lassen – und die angetroffenen Studierenden mit einem Strafantrag belegt. Den DemonstrantInnen droht jetzt schlimmstensfalls ein Verfahren wegen Hausfriedensbruch – auch wenn unklar ist, ob sich ein Gericht findet, welches in dieser Angelegenheit tätig wird.
Genau gegen dieses Vorgehen richtet sich eine von der Studierendeninitiative eingerichtete Online-Petition, die bereits von über 2500 solidarischen Mitmenschen unterschrieben wurde. Ihr findet sie hier: http://www.petitiononline.com/rektorat/petition.html .
Es ist schon erstaunlich: Eine lange Ahnenreihe von Universitätsdirektoren, die zum Teil so schwarz waren, dass sie sogar in einer mondlosen Nacht im Kohlenkeller noch Schatten geworfen hätten haben es stets vermieden, die Polizei auf den Campus zu holen. Ausgerechnet die Sozialdemokratin Ursula Nelles bricht mit dieser Tradition – statt den Diskurs zu suchen ruft sie lieber die Hundertschaften. Das ist schwach! Frau Nelles, ziehen sie den Strafantrag gegen die BesetzerInnen zurück – und versuchen sie es mal mit einer Vorgehensweise die ihrem akademischen Rang angemessen wäre.
(Philipp Matern)
Entry Filed under: Hochschulpolitik, Münster. Schlagworte: Audimax, Besetzung, Hochschulpolitik, Münster, Uni Münster, Ursula Nelles.
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1. fabian | November 11, 2009 at 21:45
ich finde das echt übel von der rektorin! den studierenden inhaltlich recht zu geben und doch nichts an der situation zu ändern, ist so etwas wie arbeitsverweigerung…
und wenn sie der presse sagt, sie hätte das vertrauen in die studierenden verloren, dann soll sie halt zurücktreten. wir brauchen jemanden, der/die das wohl der gesamten uni (also auch das der studierenden) im auge hat!